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HALL OF FAME OF STARTUP PLAYGROUND: Look Around What i Found

Die nächste Ausgabe des grandiosen Startup Playground steht wieder an. Vom 10. bis zum 12. November verwandeln wir das SPACELEND zum Zentrum der steirischen Startup-Szene. Um das gebührend zu feiern, haben wir wieder Playground-Alumnis zu ihren Erfahrungen interviewt. Den Anfang macht das Startup LAWIF.

Was ist LAWIF und wie ist die Idee entstanden?

LAWIF (auch: Look Around What I Found) ist eine Plattform, die Produkte und Essen aus der Stadt online zeigt, Menschen dadurch inspiriert und diese zurück in die Städte zum Offline-Einkaufen und Entdecken bringt.

Matea, unsere Gründerin, hatte die Idee zu LAWIF entwickelt, als sie merkte, dass die klassischen Marketingmaßnahmen von Städten nicht die Sichtbarkeit von Shops und Restaurants in der Stadt erhöhen, sondern es einem anderen Ansatz bedarf, der nicht auf Kosten der Händler und Gastronomen geht. Eine Symbiose schaffen und die Vielfalt der Stadt online zeigen, aber Menschen wieder in die Geschäfte und Restaurants bringen, soll an oberster Stelle stehen.

Die Idee für LAWIF hat sie beim Startup Playground des IdeenTriebwerk Graz im November 2016 in Graz spontan vorgestellt und es haben sich motivierte Menschen angeschlossen, mit ihr an der Idee im Zuge des Wochenendes zu arbeiten.

Heute ein Jahr, viele Awards und Erfolge, Prototypen, Auftritte und sehr viel intensiver Arbeit später, stehen neben Matea nach wie vor Lukas, Lisa und Manfred. Das vierköpfige Team (das fünfte Mitglied Kathrin musste sich im Juni vom Team aus beruflichen Veränderungen verabschieden) arbeitet jeden Tag intensiv mittlerweile an der ersten Kampagne, die in Graz im Oktober 2017 starten wird.

Welche Erfahrungen konntet ihr aus dem Startup Playground mitnehmen und was hat euch am meisten weitergebracht?

Eine der größten Errungenschaften, die wir vom Startup Playground mitnehmen konnten, ist unser Team, das nach wie vor aus 4 Personen, die sich am Startup Playground der Idee angeschlossen haben, besteht. Außerdem war es für uns der erste Schritt in ein großartiges Grazer Netzwerk bestehend aus Mentoren, Unterstützern und Freunden.

Wie hat sich LAWIF seit dem Startup Playground weiterentwickelt?

Seit dem Startup Playground hat sich bei uns sehr viel getan. Wir haben uns einmal pro Monat zu einem “Intensivweekend” entweder in Graz, Oberösterreich oder Kärnten getroffen. An diesen Wochenenden haben wir uns jeweils Meilensteine gesetzt, unter anderem Einreichungen für Wettbewerbe, Schreiben des Businessbooks, Händlerbefragungen und vieles mehr. Wir haben gleich zu Beginn 2017 6.000€ beim BürgerInnen-Budget gewonnen, welches wir für die Entwicklung unseres ersten Prototypes eingesetzt haben. Ebenfalls haben wir bei den SkInnovation Days in Innsbruck gewonnen, waren unter den Top 10-Startups der Gründungsgarage und des Startup Playground am Fifteen Seconds Festival. Außerdem gewann Lukas ein Stipendium für eine 3-wöchige Startup-Konferenz in Turin. Die App wurde im Laufe des Jahres immer weiter entwickelt und beinhaltet nun neben den Produkten auch den Bereich “Eating”, wo man die vielen tolle Gerichte aus den Restaurants seiner Stadt sehen kann. Die neueste Version wird ab Oktober 2017 im Apple und Google Play Store verfügbar sein.

Was sind eure nächsten Schritte?

Wir haben derzeit sehr viele Einreichungen parallel am Laufen wie AWS First, Impulse XS, Kreativwirtschaftsscheck, Trend@Venture, European Youth Academy (EYA) und viele weitere kleine Wettbewerbe. Unser Ziel ist es ganz klar, heuer noch eine Zusage für eine finanzielle Förderung zu erhalten.

Aber der noch viel größere Schritt, den wir im Oktober starteten, war unsere erste Kampagne in Graz, bei der wir gemeinsam mit der Grazer Wochenzeitung zwischen Oktober und Jänner ein Proof-of-Concept durchführen. Im nächsten Schritt analysieren wir dann, welche Veränderungen wir vornehmen müssen und wie was in welcher Form funktioniert.

Warum würdet ihr den Startup Playground einem potenziellen Gründer weiterempfehlen?

Der Startup Playground ist eine riesige Chance, gemeinsam mit den verschiedensten Menschen mit unterschiedlichsten Backgrounds zusammenzuarbeiten und somit wertvolle Erfahrungen für sich und sein Startup zu sammeln. Viele Ansichten von außen helfen einem, neue Wege und Ideen zu erkennen, die sich sehr positiv auf die Entwicklung eines Startups auswirken können. Außerdem sind wir das wohl beste Beispiel dafür, dass beim Playground nicht nur ein Team entstanden ist, das seit einem Jahr trotz anderer hauptberuflicher Tätigkeiten und Studien an LAWIF arbeitet, sondern wir uns mittlerweile schon als Familie sehen, die sich gegenseitig in allen Lebenslagen unterstützt. Ohne den Startup Playground hätten wir uns nie gefunden und dafür werden wir immer dankbar sein.