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Startup-Interview mit: Hadi

Im Rahmen unserer Eventreihe Startup Spritzer haben jeden Monat mehrere Startups die Möglichkeit, sich der Grazer Startup-Community zu präsentieren. In Zukunft stellen wir hier jeden Monat eines dieser Startups vor – nominiert von der Community. Den Anfang macht diesen Monat die Vermittlungsplattform für Handwerksdienstleistungen HADI.

Was ist die Besonderheit von HADI und was unterscheidet euch von ähnlichen Portalen wie MyHammer?

Wir wissen, dass HADI eine Vermittlungsplattform ist wie z.B. MyHammer. Allerdings gibt es einige wesentliche Unterschiede zu unseren Mitbewerbern. Zum Einen entscheidet bei HADI immer der User selbst, wer seine Anfrage erhält. Bei MyHammer etwa weiß man nicht, wer die Aufträge sieht und bekommt. Wir geben dem User dadurch mehr Sicherheit.

Auf der anderen Seite, und das ist ein noch viel wichtigerer Unterschied, haben wir unsere Plattform um ein Asset erweitert und mit zahlreichen namhaften Partnern eine Einkaufsgenossenschaft gegründet. Hauptpartner dabei ist die VEG Einkaufsgenossenschaft. Die VEG verzeichnet in Deutschland schon mehr als 2,2 Mio. Mitglieder und wächst auch auf dem österreichischen Markt sehr schnell. Wir geben Handwerkern und Dienstleistern über HADI so die Möglichkeit, günstig Baustoffe, Werkzeug, Berufsbekleidung, Registrierkassensysteme und sogar Firmenautos zu erwerben. Das ermöglichen uns zahlreiche Partner wie die VEG und KingBill, die mit bekannten Marken wie Ford, Renault, Bosch, Milwaukee oder Blåkläder kooperieren. Und das kommt unseren HADI-Partnern natürlich in vielerlei Hinsicht zugute.

Die Zahlen sprechen auf jeden Fall bereits für sich: Mehr als 400 Unternehmen haben sich in kürzester Zeit bei HADI angemeldet und schon mehr als 5.000 User nutzen unsere App für die Handwerker-Suche. Und täglich kommen neue Unternehmen und Nutzer dazu!

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Wie seid ihr auf die Idee zu HADI gekommen?

Vor 2 Jahren habe ich bei einem App-Projekt mitgewirkt, bei dem es um den Handel ging – dort sollten Unternehmen Angebote und Aktionen selbst einstellen und verwalten können. Leider funktionierte es nicht zufriedenstellend, da die Betriebe nicht die Zeit hatten, ihre Daten selbstständig zu warten. Etwa zur gleichen Zeit brauchte ich als Privatperson einen Handwerker und war sehr genervt von der mühseligen Suche nach einem passenden Unternehmen. Da kam mir die Idee für HADI – eine Plattform, die das Suchen erleichtert, aber auch für Handwerker und Dienstleister viele Vorteile bietet, ohne dass sie extrem viel Zeit und Geld investieren müssen. Es ist also eine Kombination aus meinem vorherigen Projekt und einer Vermittlungsplattform, die auf dem heimischen Markt einzigartig ist.

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Was waren bis jetzt die größten Probleme, die ihr bei der Gründung mit HADI hattet?

Das größte Problem war zu Beginn die Programmierung. Wir haben den Fehler gemacht und uns den günstigsten Programmierer aus der Region besorgt, ohne Vergleiche anzustellen. Das war leider ein Fehler, der uns großen finanziellen Schaden zugefügt und noch mehr Zeit gekostet hat. Wir haben dadurch circa ein Jahr Entwicklungszeit verloren. Diese Fehlentscheidung war uns auf jeden Fall eine Lehre.

Wie sehen eurer Pläne für die nähere Zukunft aus? Wollt ihr euch auf den deutschsprachigen Markt beschränken oder seht ihr Potential im internationalen Markt?

In naher Zukunft sind bereits größere Offensiven vor allem im TV geplant – ab Juli 2016 sind wir mit neuen Werbespots im österreichischen Fernsehen vertreten. Wir sehen die größte Herausforderung momentan darin, private Nutzer für unsere HADI App zu gewinnen. Dass uns das bei Handwerkern und Dienstleistern gelingt, daran zweifeln wir aufgrund unseres breiten Angebots nicht, aber den Mehrwert unserer App einem „normalen“ Nutzer  greifbar zu machen, das ist uns enorm wichtig. Mehr Downloads sind daher eines unserer erklärten Ziele. Das ist aber nur der Anfang: In weiterer Folge wollen wir natürlich expandieren und zur Nummer 1 im Bereich Vermittlungsplattformen im deutschsprachigen Raum werden! Wann das so weit ist, das steht aber noch in den Sternen.

Welchen Tipp habt ihr für andere Startups?

Das allerwichtigste ist ein gutes Team, das zusammenarbeitet und im Lauf des Projektes auch aneinander wächst. Außerdem sollte man sich als junges Unternehmen immer gut überlegen, an wen man Aufgaben outsourced – im Zweifelsfall besser zwei Mal überlegen und vergleichen. Es ist zudem immer besser,
einen Schritt voraus zu denken und sich Alternativen zu behalten, bevor man Zeit und Geld investiert. Und: Gerade als Startup wird einem in Österreich sehr
viel Hilfe und Unterstützung zuteil. Diese sollte man in Anspruch nehmen, wann immer man kann – ohne unsere Partner wären wir als HADI App nicht da, wo wir heute sind!

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Web: http://www.hadiapp.at