Startup-Interview mit: xeet

Im Rahmen unserer Eventreihe Startup Spritzer haben jeden Monat mehrere Startups die Möglichkeit, sich der Grazer Startup-Community zu präsentieren. Unter den wundervollen Startups wählen wir  jeden Monat eines aus, das sich der Community in Form eines Interviews näher vorstellen darf. Diesmal stellen wir euch das Organisationstool xeet vor.

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Was ist die Idee hinter xeet?

Zu wissen wer kommt. xeet hilft dem Organisatoren von Hobbysportgruppen dabei, den Überblick zu behalten. Die meisten Hobbysportler organisieren sich aktuell über Chatgruppen. Verständlich, denn das ist die natürlichste Form der Kommunikation, um sich im Freundes- und Kollegenkreis abzustimmen.
Die Vision hinter xeet ist aber größer – zu wissen wer kommt, ist nur der erste Schritt in einer uns bekannten Zielgruppe. Die Vision von xeet ist eine „Siri fürs Organisieren“ von allen Arten von Veranstaltungen. Ein persönlicher, interaktiver Organisationsassistent, der von der Geburtstags- und Hochzeitsfeier über die Vernissage und das Konzert bis hin zum Zeltfest alles unterstützt. Das geht natürlich nur Schritt für Schritt, aber bei der derzeitig rasenden Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz und Machine Learning gehen wir auf spannende Zeiten zu.

Wie ist die Idee zu xeet entstanden?

Unabhängig voneinander hatten Bernd und Jakob die Idee zu xeet bereits von einigen Jahren. Sie haben damals regelmäßig im Freundeskreis Volleyball und Fußball gespielt und dabei die Organisation übernommen. Nachdem ihnen das ständige Nachlaufen der Teilnehmer über WhatsApp, Facebook und SMS zu mühsam wurde, haben sie die Organisation abgegeben. Kurze Zeit danach haben sich die Gruppen aufgelöst und einige der Leute haben sich auch ganz aus den Augen verloren. Damit es anderen nicht auch so geht, entwickeln wir xeet.

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Was waren bis jetzt die größten Probleme, die ihr bei der Gründung mit xeet hattet?

Erste Testbenutzer und potenzielle Kunden zu einem Commitment zu bewegen. Aber dadurch konnten wir schon früh prüfen, ob unsere Idee gut genug ist, damit jemand Zeit, Geld oder Reputation opfert, um ab Stunde 0 dabei zu sein. Und den Funktionsumfang soweit zu reduzieren, dass nur mehr das minimal Notwendige mit dem maximalen Anwendernutzen übriggeblieben ist.

Ihr sprecht mit eurer Webseite eher einen internationalen Markt an. Auf welchem Markt seht ihr für euch das größte Potenzial?

Das ist richtig. Wenn xeet ein Erfolg wird, dann geht das nur international. Wobei sich Menschen ja auch quer über den gesamten Globus in Chatgruppen organisieren, also die grundsätzlich gleichen Herausforderungen zu bewältigen haben.

Derzeit haben wir am meisten Zugriffe aus den USA, Indien und dem Iran. Die ersten beiden, weil wir unser Service durchgehend neben Deutsch auch auf Englisch anbieten. Den Iran, weil wir als ersten Consumer Messenger aus technischen Gründen Telegram verwenden und dieser primär im Iran beliebt ist.

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Was sind eure nächsten Schritte?

Die Skalierung von xeet zu verifizieren. Dabei ist es uns wichtig, dass xeet wächst, ohne dass wir Sportgruppen im persönlichen Gespräch von unserem Mehrwert überzeugen müssen. Denn nur im Zero-Touch und Viral haben wir eine Chance, das von uns gewünschte Wachstum hinzulegen. Und dann natürlich Investoren zu suchen. Hier sind wir bereits in Gesprächen, aber das ist noch recht früh.

Welche Tipps habt ihr für andere Gründer?

Fail fast. Fail often.

Hinfallen – aufstehen – weitermachen.

Hört auf Feedback –nehmt euch das beste davon raus und geht dann euren Weg.