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Crowdfunding – Die Finanzierung der Zukunft?

Geld braucht ein Startup immer, doch wenn Förderungen rar sind und das eigene Budget knapp, ist eine Alternative dringend nötig. Bereits seit ein paar Jahren schwirrt der mysteriöse Begriff „Crowdfunding“ durch die Gründerszene. Aber gibt mir eine „Crowd“ wirklich ihr Geld, oder ist das Ganze doch nicht so einfach, wie es sich anhört?

„Crowdfunding ist ein alternatives Finanzierungssystem, bei dem interessierte Menschen eine neue Idee, ein neues Projekt, Produkt oder Unternehmen gemeinsam unterstützen.“ So definiert das Search Laboratory Crowdfunding in seinem Bericht im Auftrag von Viking. Diese interessierten Menschen werden zumeist über Internet-Plattformen angeworben und dann um Investments gebeten. Oft handelt sich es bei diesen Investitionen um kleine Summen, was ein Verlustrisiko mindert. Vier Modelle haben sich hier etabliert: Crowddonation, Crowdsponsoring, Crowdinvesting und Crowdlending. Nur bei den beiden letzten Modellen erhält die Crowd Geld zurück. Bei Crowdinvesting in Form von Anteilen am Unternehmen, bei Crowdlending wird das Geld mit Zinsen zurückgezahlt. Diese beiden Modelle eignen sich besonders für Startups und KMUs.

Wie viel Geld steckt in der Crowd?

Im Bericht des Search Laboratory werden die Summen ab 2013 analysiert und die sind seitdem ordentlich gewachsen. Während 2013 nicht einmal eine Million Euro mit Crowdfunding umgesetzt werden konnte, wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2016 bereits 13,5 Millionen Euro durch Crowds erreicht – Tendenz steigend. Immer mehr Projekte können erfolgreich finanziert werden. Das heißt sie überschreiten die Fundingschwelle, die Mindestsumme, um das Projekt zu finanzieren. Diese Zahlen klingen natürlich sehr vielversprechend – aber wie können diese spendenden Crowds erreicht werden? Das passende Crowdfunding-Modell und die richtige Interessensgruppe müssen gefunden werden und auch eine Auswahl an attraktiven Gegenleistungen für die potenziellen Sponsoren. Das Projekt muss transparent dargestellt werden – wer ist das Team dahinter, wozu braucht es das Geld und warum soll dafür gespendet werden? Eine Crowdfunding Kampagne kann durchaus länger dauern, deshalb sollte man genügend Zeit eingeplanen und währenddessen über die Fortschritte informieren.

Crowdfunding in Graz

Um herauszufinden, ob Crowdfunding zu deinem Projekt passt, gibt es natürlich auch in Graz einige Anlaufstellen. Die jährlich stattfindende Crowd Academy der Stadt Graz ist beispielsweise ein tolles Angebot, das sich an alle richtet, die bereits konkrete Projektideen haben und eine Crowdfunding Kampagne starten wollen. Außerdem bieten Unternehmen wie zum Beispiel Crowdstrudel oder Green Rocket eine Rundum-Betreuung bei Crowdfunding Kampagnen an.

Crowdfunding ist eine spannende Art der Finanzierung und vielleicht passt das genau zu deinem Projekt! Neu ist die Idee übrigens nicht, schon Mozart nutzte 1783 Crowdfunding, um seine Konzerte vorzufinanzieren.

Hier geht’s zur ausführlichen Infografik von Search Laboratory zum Thema Crowdfunding!