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Startup Spritzer #44 – Ein wahres Sommermärchen

Vergangenen Donnerstag fand bei strahlendem Sonnenschein die 44. Ausgabe des Startup Spritzers statt. Im Garten des Aula x Space wurde nicht nur um die Wette gepitcht, mit Lucas Hoffmann stand auch eine wahre Größe der Marketingwelt auf der Bühne.

Bei unserem 44. Startup Spritzer – diesmal als Sommer Special im Aula x Space – durften wir zwei spannende Startups begrüßen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen pitchte der jüngste Gründer Österreichs, Moritz Lechner von Freebie Box, zum anderen unser Lokalmatador und Langzeit-ITGli Xiaoao Dong mit seinem Startup Marry – The berried icetea.

Rund 200 Gäste besuchten uns bei diesem Spritzer der Extraklasse.

Freebiebox ist eine Abobox voller Werbeartikel, die es seit ca. 8 Monaten online zu kaufen gibt. Marry ist ein Grazer Getränke-Startup und wird mit etwas Glück die Herzen aller Eistee-Liebhaber erobern. Wie ihr Umfeld auf diese einzigartigen Ideen reagiert hat, welche Vorbilder sie inspiriert und welche Probleme sie bei der Gründung überrascht haben, erfahrt ihr jetzt im knackigen Wordrap!

Moritz Lechner und Xiaoao Dong im Wordrap

„Du spinnst“ oder „echt genial“ – was war die erste Reaktion deines Umfelds auf deine Startup-Idee?

Moritz Lechner: Naja so mittelmäßig. Generell war die Idee mit 14 ein Startup zu gründen ein bisschen crazy. Meine Vorstellung von Freebiebox ist gut angekommen, nur gab es dadurch, dass die Idee sehr neu ist, viel Erklärungspotenzial. Zum Glück haben mich meine Eltern und Mentoren aber sofort unterstützt.

Xiaoao Dong: Geiles Getränk! Es ist gut, es ist lecker – wo kann ich es kaufen?

Pitchen kann er wie ein Profi – Moritz Lechner von Freebiebox

Was hättest du gern vor der Gründung gewusst? Was waren unerwartete Probleme?

Moritz: Mein größtes Problem war mein Alter – in rechtlicher Hinsicht. Ich habe mich zwar im Vorhinein darüber informiert, aber in Österreich ist es trotzdem irrsinnig schwer so jung zu gründen. In Deutschland oder den USA ist das überhaupt kein Problem, nur eben in Österreich geht‘s nicht. Bis ich 18 bin hält daher meine Mutter treuhänderisch die Anteile an meiner GmbH.

Xiaoao: Was wir gelernt haben ist: Du kannst die theoretischen Konzepte noch so gut kennen, die Praxis sieht anders aus. Es gibt so viele Umstände, die du nicht voraussehen kannst, sei es am Markt oder in Gesprächen mit dem Abfüller, dem Co-Gründer oder Investor. Da muss man eine extreme Offenheit haben, schnell reagieren und daraus lernen können.

Welches Startup sollte unbedingt noch gegründet werden?

Moritz: Ich konzentriere mich derzeit ausschließlich auf Freebiebox. Aber natürlich bin ich offen für neue Dinge, ich möchte ja nicht die nächsten 50 Jahren an nur einem Unternehmen arbeiten. So eine Einstellung hab ich nicht. Ich könnte mir gut vorstellen, wieder zu gründen.

Xiaoao: Ideen gibt es sicher genug. Ich habe ja eigentlich noch ein zweites Startup, wo es um die chinesische Teezeremonie geht. Ich trinke irrsinnig gerne Tee, daher kommt die Leidenschaft. Hinter einer Teezeremonie steckt außerdem so eine gute Philosophie, die auch den aktuellen Trend zu Mindfullness und Glück widerspiegelt.

Xiaoao Dong und seine Marry sind wie immer die Lieblinge des Publikums!

Wer ist dein Vorbild und was macht sie/ihn so besonders?

Moritz: Mich hat besonders Ben Pasternak inspiriert. Er ist Australier und hat mit 16 Jahren sein erstes Unternehmen (Flogg) gegründet. Dann ist er ohne seine Eltern nach New York gezogen, um dort sein Unternehmen aufzubauen. Mit seinem Startup ist er zum Millionär geworden. Mittlerweile ist er 18 und hat schon sein zweites oder drittes Startup.

Xiaoao: In Österreich ist mein Vorbild auf jeden Fall Ali Mahlodji von Whatchado. Ich hab sein Buch gelesen und find ihn einfach sehr genial. Sein Werdegang, seine 35 Stops – ich find es einfach so cool, was er für Jugendliche geschafft hat.

Welche Philosophie steckt hinter deinem Unternehmen?

Moritz: Also ich lebe nach dem Motto „Just do it“. Ich will Dinge ausprobieren und einfach umsetzen, ohne lange zu überlegen ob das geht oder nicht.

Xiaoao: Wir sind große Makava-Fans, finden es total cool, was die Jungs schon seit 8 Jahren machen. Makava steht ja für eine faire, chillige Welt. Die Marry will eine glückliche Welt. Diese Glücks-Vision hat, finde ich, auf dem Markt genug Platz und spiegelt uns total wider.

„Ich atme Marketing. Ich bin Marketing.“ – Lucas Hoffmann

Spannend waren nicht nur die Pitches der Startups, sondern auch die Keynote von Digital Growth Strategist Lucas Hoffmann. Seinem feurigen Vortrag rund um seine Erfolgsgeschichte und die Liebe zum Marketing folgten alle im Publikum wie gebannt. Das Geld für sein Studium steckte er heimlich in Ads auf Facebook und Google. Anstatt die Vorlesungen an der Wirtschaftsuni zu besuchen, klapperte er Kunden über Kunden ab und gewann sie für seine Sache.

Danke für die inspirierende Keynote, Lucas Hoffmann!

Bis heute entwickelt er Marketing Strategien für Unternehmen, damit sie ihre Brand in den digitalen Medien ideal vermarkten können. Und wenn er gerade nicht mit den Marketingchefs vom Startup bis zum Großkonzern über die ideale Marketing Strategie philosophiert, hält er eines seiner Social Media Marketing Bootcamps. Diese Bootcamps lockten noch vor einem Jahr kaum mehr als 20 Personen an. Doch die Dinge ändern sich schnell: Während er heute noch vor 250 Leuten auftritt, sind für nächstes Jahr Bootcamps in Kinosälen mit Platz für über 500 Personen geplant.

Durch Hartnäckigkeit und durch seine Brand kam er zum Erfolg. „Der Typ hat es geschafft“, sind sich alle einig.

 

Ein Sommermärchen

Der 44. Startup Spritzer war ein voller Erfolg. Rund 200 Gäste nahmen im Garten des Aula x Space Platz. Spannende Vorträge, leckeres Barbecue und Networking bis spät in die Nacht – ein Spritzer vom Feinsten!

Ohne die großzügige Unterstützung unserer Sponsoren wäre das natürlich nicht möglich gewesen. Ein großes Dankeschön an euer Engagement!