Unterwegs im smarten Graz

Eine Tour durch die Zukunft von Graz gab es am 3. Mai bei der ersten Startup-Tour gemeinsam mit der Wirtschaft in Graz. Von den Reininghausgründen, auf den Science Tower, bis zur Traditionsrösterei Hornig – eine Reise durch die Smart City Graz.

 

Im Schatten des Kunsthauses wartet der weiße Bus der Holding Graz bereits erwartungsvoll auf die neugierigen Besucher. Einen Ausflug mit dem IdeenTriebwerk gab es bisher noch nicht, deswegen sind alle umso gespannter auf diese Tour. Dank der Überzeugungskunst unserer Stefanie, haben sich auch spontan noch einige Besucher zu unserem Grüppchen gesellt. Kaum waren alle Goodiebags ausgeteilt, machen wir uns auch schon auf Richtung Reininghausgründe.

1. Stop: Reininghausgründe

Das Areal der ehemaligen Brauerei liegt verlassen vor uns. Weite Flächen neben Fabriksgebäuden, die früher in einem satten Gelb gestrahlt haben mussten. So trist dieser erste Eindruck auch ist, wir werden sofort vom Gegenteil überzeugt. Architekt Andreas Goritschnig nimmt uns in Empfang und beginnt sofort von seinem Herzensprojekt zu erzählen. Der Gründer des Open Lab Reininghaus erklärt, wie er vor Jahren sein Gemeinschaftsprojekt gestartet hat, wo in Zukunft ein neuer Stadtteil mit Raum für 12000 Einwohner entstehen soll.

Andreas Goritschnig zeigt die Pläne für die Reininghausgründe – Foto: Isabella Zick

18 Quartiere, die je zwischen 500 und 1000 Bewohner beherbergen sollen, werden in den nächsten Jahren gebaut. Zentrum des Stadtteils wird der “Central Park”, der sich gleich vor der Haustüre des Open Lab befinden wird. Dieses wird dort allerdings nicht mehr lange stehen. Auch Goritschnigs Projekt, das er in 2 Jahren mithilfe von Urban Mining gebaut hat, muss den Neubauten weichen. Er freut sich trotzdem auf diese Entwicklung: “Ich bin gespannt zu sehen, wie hier eine neue Stadt entsteht.”

2. Stop: Smart City und Science Tower

Eine riesige Baustelle – das wird das Areal um den Science Tower in den nächsten Jahren sein. Derzeit noch eine kahle Ebene, werden in Zukunft modernste Wohnhäuser, Geschäfte und Parks die Gegend dominieren. “Nachhaltige, smarte Stadtteile werden hier entwickelt”, erklärt Elisabeth Oswald vom StadtLABOR. Das StadtLABOR möchte die nachbarschaftlichen Netzwerke fördern und so für soziale Nachhaltigkeit und eine höhere urbane Lebensqualität sorgen.

Das ehemalige Industrieareal wird unter Berücksichtigung von fünf Schwerpunkten zur Smart City Graz Mitte: Leben, Wohnen, Mobilität, Veränderung und Urbane Vielfalt.

DIe Aussicht vom Science Tower ist spektakulär – Foto: Isabella Zick

Natürlich erklimmen wir auch das Zentrum der künftigen Smart City: den Science Tower. 60 Meter hoch ist der “Leuchtturm von Graz” – was aber nur wenige wissen, er ist mehr als drei Mal so tief! Während wir auf der obersten Aussichtsplattform stehen, geht der Turm auch 200 Meter in die Tiefe. Das ist notwendig, um die aus der Glasfassade gewonnene Energie im Boden zu speichern.

Nach der beeindruckenden Aussicht über den Dächern von Graz geht es hinab in den dritten und vierten Stock. Dort entsteht der Green Tech Hub der Stadt Graz. Fertig ausgestattete Büroräume für Startups stehen hier zur Verfügung und bieten ein völlig neues Ökosystem für junge Unternehmen.

3. Stop: Rösterei J. Hornig

Der letzte Punkt unserer Startup Tour ist die Traditionsrösterei J. Hornig in der Waagner-Biro-Straße. Angeführt von Marketingchef Heimo Eisner entdecken wir Lager- und Produktionsräume – stets begleitet von herrlichem Kaffeegeruch.

Bei einem abschließenden Cold Brew in der Kaffeebar, werden noch einmal die Eindrücke der Tour reflektiert und natürlich darf – wie das bei unseren Events so üblich ist – auch ein bisschen Networking nicht fehlen.